Hochschule Mannheim erstellt digital signierte Zeugnisse

04/2006

Durch den Einsatz eines digitalen Siegels können künftig die Zeugnisse der Hochschule Mannheim nicht mehr gefälscht werden. Diese neue Technologie wird am 07.05.2006 anlässlich des Tags der offenen Tür (Ausstellungszelt 2) der Öffentlichkeit vorgestellt.

In den neuartigen Stempeln wird der komplette Inhalt des Zeugnisses abgelegt und durch digitale Verschlüsselung vor Veränderungen geschützt. Bei den digitalen Stempeln handelt es sich um eine Entwicklung, des S2i Teams um Professor Bernhard Wirnitzer[1], Slavi Bonev[2] und METEOS Deutschland, das bereits mit dem 2. Platz des DoIT Awards 2005 prämiert wurde.

Arbeitgeber, denen früher möglicherweise manipulierte Zeugnisse untergejubelt werden, haben nun die Möglichkeit, schnell die Echtheit vorgelegter Zeugnisse zu prüfen. Hierzu hat METEOS Deutschland eine Internetanwendung [3] entwickelt, mit der eine einfache Onlineprüfung durchgeführt werden kann. Die einzigen Voraussetzungen sind ein handelsüblicher Flachbettscanner, ein aktueller Browser (Mozilla, Firefox oder Microsoft ® Internet Explorer) und eine Internetverbindung. In nur 3 Schritten kann das eingereichte Dokument als Original oder Fälschung entlarvt werden.

Mit dieser Internetanwendung stellt METEOS Deutschland erstmals ein Produkt zur Verfügung, das es jeder behördlichen oder wirtschaftlichen Einrichtung erlaubt, mit digitalem Sicherheitsmerkmal ausgestellte Dokumente wie Zeugnisse, elektronische Rechnungen, Verträge usw. über Internet prüfen zu können. Der Einsatz von Standardkomponenten wir PC oder MAC, Flachbettscanner und Laserdrucker ist nicht nur kostengünstig sondern auch in der Bedienung sehr einfach gehalten und somit für Jedermann ohne großen Aufwand nutzbar.

Im Gegensatz zu einigen ersten Gehversuchen für druckbare digitale Stempel, bietet die S2i-Stempel Technologie eine große Bruttodatendichte von 4650 bit/cm2 bei 600dpi bzw. 18600 bit/cm2 bei 1200dpi Druckauflösung. Das ist derzeit weltweit die größte Datendichte! Für praktische Anwendungen umgerechnet bedeutet dies, dass in einem S2i-Stempel (600dp) mit der Größe eines herkömmlichen Strichcodes (EAN Barcode aller Supermarktwaren) im Mittel ca. 6 DIN A4 Seiten Text gespeichert werden können. Im diesem S2i-Stempel sind die Daten bereits Redundant abgelegt, damit der Stempel vor Zerstörung geschützt ist.


[1] Institut für Digitale Signalverarbeitung der HS Mannheim
[2] Karl-Völker-Forschungsstiftung an der HS Mannheim
[3] https://zeugnis.hs-mannheim.de